Zverev schlägt Geburtstagskind Wawrinka

Mit einer überzeugenden Leistung besiegt Alexander Zverev den topgesetzten Schweizer Stan Wawrinka und steht nun erstmals im Viertelfinale der Miami Open.

 Alexander Zverev[16] vs. Stan Wawrinka[1] 4:6 6:2 6:1

Am frühen Abend duellierten sich die beiden ATP-Profis auf dem Grandstand dem zweitgrößten Court der Anlage. Den ausgeglichenen ersten Satz konnte schließlich der Schweizer für sich entscheiden, da er im Gegensatz zu Zverev eine seiner Breakchancen nutzen konnte. Ab dem zweiten Satz konnten die Zuschauer dann eine der besten Saisonleistungen des jungen Deutschen erleben. Mit druckvollem Powertennis übernahm Zverev zusehends das Kommando auf dem Court und brachte mit spektakulären Punktgewinnen das Publikum kontinuierlich auf seine Seite. Am Ende stand ein hochverdienter 4:6 6:2 6:1 Erfolg, mit dem Zverev zum ersten Mal in das Viertelfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers einzieht. Dabei konnte Zverev dem Schweizer, der zuvor im Turnierverlauf nicht einmal seinen Aufschlag abgeben musste, ganze fünfmal breaken. In der nächsten Runde kommt es zum Duell gegen den Australier Nick Kyrgios, gegen den sich Zverev vor zwei Wochen in Indian Wells 6:3 6:4 geschlagen geben musste.

Reaktionen:

A.Zverev: „Ich wusste, dass ich was ändern musste. Ich wusste, dass ich mehr aggressiv sein muss, dass ich früher die Bälle nehmen muss, damit ich wieder in Spiel komme. Was mein Spiel auch ist. Das habe ich dann sehr gut gemacht im zweiten und dritten Satz“

…über seine überraschenden Serve&Volley Angriffe: „Ich habe sehr viel an meinen Volleys gearbeitet – seit Australien die letzten drei Monate. Ich habe jetzt auch mehr Confidence, wenn ich ans Netz gehe. Deswegen habe ich das Gefühl gehabt, das ist keine schlechte Taktik gegen ihn und das hat dann gut funktioniert.“

…über seinen nächsten Gegner: „Wenn es zu Kyrgios gegen mich kommt, dann wird das ein ganz anderes Match sein“ (als in Indian Wells, Anmerkung der Redaktion)

Das war auffällig:

  • Der 19-Jährige Zverev ließ sich von seinen vertanen Chancen im ersten Satz nicht beeindrucken. Mit zunehmender Spielzeit spielte der Deutsche immer befreiter und dominierte das Geschehen auf dem Platz.
  • Obwohl Zverev am Vortag gegen den Amerikaner John Isner 2:42h auf dem Platz stand und Wawrinka hingegen nur 1:11h, war es überraschenderweise der Schweizer, der mit zunehmender Spielzeit immer müder und ausgelaugter wirkte.
  • Der Schlüssel zum Erfolg lag in der aggressiven Spielweise. Dafür bediente sich Alexander Zverev des Öfteren sogar am Serve&Volley-Spiel, für das sonst eigentlich sein Bruder Mischa bekannt ist. Mit Erfolg! Am Ende gewann Zverev verdient nach 1:45h Spielzeit.

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