In seinem ersten Viertelfinale eines ATP-Masters-1000-Turniers muss sich Alexander Zverev nach 2:36h dem Australier Nick Kyrgios 4:6 7:6(9) 3:6 geschlagen geben.
Alexander Zverev [16] vs. Nick Kyrgios [12] 4:6 7:6(9) 3:6
Das Viertelfinale in Miami zwischen den befreundeten Youngsters war das Duell zweier zukünftiger Superstars. Die Zuschauer konnten sich über ein spektakuläres Match freuen. Von Beginn an versuchten, sowohl Zverev als auch Kyrgios mit aggressivem Spiel das Geschehen auf dem Platz zu bestimmen. Beim Stand von 4:4 im ersten Satz konnte Kyrgios seine erste Breakchance nutzen und anschließend bei eigenem Aufschlag sich den ersten Satz sichern. Im zweiten Satz kam Zverev besser ins Spiel und konnte Kyrgios öfter in längere Ballwechsel zwingen, die der 19-Jährige Deutsche meist für sich entschied. Nachdem Zverev im Tie-Break des zweiten Satzes drei Matchbälle phänomenal abwehren konnte, ergriff er bei 9:9 seine Chancen und gewann am am Ende einen unglaublichen Tie-Break mit 11:9, da Kyrgios beim Satzball leichtfertig einen Tweener versucht und scheitert. Im entscheidenen dritten Satz präsentierte sich Kyrgios als etwas entschlossener und gewann am Ende verdient mit 6:3.Im Halbfinale trifft Kyrgios nun auf Roger Federer.
Reaktion:
Alexander Zverev: „Ich hab heute schlechter gespielt als gegen Stan (Wawrinka, Anm. d. R.), aber er erlaubt das auch nicht so gut zu spielen, wie gegen andere Spieler, weil er viel besser aufschlägt, viel kürzer die Punkte macht und ja es war viel besser als in Indian Wells.“
…was er in den entscheidenden Momenten hätte anders machen können:
„“Im dritten Satz habe ich am Anfang, glaube ich, zweimal 0:30 bei seinem Aufschlag gehabt – Er hat dann aber gut gespielt. Man kann immer einzelne Momente herausnehmen aber es ist schwer zu sagen, was ich besser machen könnte.“
…über sein persönliches Fazit der Miami Open 2017:
„Es war ein gutes Turnier. Das Match gegen Stan (Wawrinka, Anm. d. R.) war sehr gut. Das Match gegen Isner, dass ich das gewonnen habe, war sehr gut. Das Match habe ich jetzt verloren, aber das war in Ordnung. Es hätte beidseitig gehen können – Ich hätte ihn am Anfang des dritten Satzes breaken können, dann denke ich, dass ich das Match auch gewinne. Leider habe ich es nicht und jetzt muss ich weiterschauen, was ich jetzt mache.“
…wie es jetzt für ihn weitergeht:
„Nach Hause nach Monte Carlo und dann trainiere ich für das Turnier dort auf Sand und dann fängt ja die Sandplatzsaison wieder an.“
Das war auffällig:
- Auf dem Centre-Court kam es zu Duell der Zukunft des Tennissports. Es entwickelte sich dabei zwischen Zverev und Kyrgios ein kleines Tennisspektakel. Kyrgios sorgte mit unglaublichen Tweenern für Highlights und Stimmung. und Zverev spektakulären Ballwechseln.
- Das ganze Match lang konnte sich der 21-Jährige Kyrgios auf seinen Aufschlag verlassen. Der Australier schlug 16 Asse und ließ im gesamten Match nicht einen einzigen Breakball für die deutsche Nummer 1 zu.
- Das Kämpferherz stimmte bei Zverev. Zu Beginn haderte Zverev zwar häufiger mit sich selbst, doch der Siegeswille stimmte von Anfang an. Zverev stemmte sich gegen die Niederlage und konnte mehrere Matchbälle abwehren. Dennoch heißt der verdiente Sieger am Ende Nick Kyrgios.
